Samstag, 30. Mai 2015

Leben wie Gott in Frankreich?

Wir (mein Mann, mein Sohn, ein Freund meines Sohnes und ich) waren eine Woche in Frankreich im Urlaub. Da mein Sohn mal nach Paris wollte und wir seit einigen Jahren nach dem Motto Urlaub machen: "Wenn es ihm gut geht, dann geht es auch uns gut" (....), haben wir uns in einen Bungalow auf einem Campingplatz kurz vor Paris eingemietet. Wenn man mal davon absieht, dass neben uns laute rockmusikhörende Engländer und 5 Plätze weiter eine größere Gruppe von ältlichen überwiegend alkoholisierten Trike-Fahrern genächtigt haben, war die Tatsache, dass der Campingplatz in der Einflugschneise des Pariser Flughafens Charles de Gaulle lag, das einzige Problem.


Da ich nicht nur im Urlaub, aber da ganz besonders, meine Ruhe haben will, hat mich der ganze Lärm ziemlich gestresst. Der Lärm der Flugzeuge war allgegenwärtig:

Nachtflugverbot war von 24 Uhr bis 6 Uhr. Dazwischen sind im 1-5-Minutentakt die Flugzeuge über unsere Köpfe hinweggebraust. Nach 3 Stunden wollte ich wieder abreisen! Aber wir wollten doch nach Paris und auf den Eifelturm und ich wollte leckere Pains au chocolat essen......

Irgendwann habe ich angefangen zu klopfen. Bei jedem Flugzeug habe ich geklopft ("Auch wenn ich denke, dass ich den Lärm nicht aushalte", oder "Auch wenn ich den Lärm unerträglich finde", oder "auch wenn mich das alles unglaublich nervt" etc. etc.). Und dann, nach vielen vielen Klopfrunden, wurde ich ruhiger und in der Nacht konnte ich schon gut schlafen. Der Urlaub hat begonnen.

Was ich aber eigentlich erzählen wollte:

Ich achte im Urlaub nie und nimmer auf meine Ernährung und ich esse, worauf ich Lust habe und was die landestypische Küche zu bieten hat. Dazu gehören in Frankreich die bereits oben erwähnten Pains au chocolat (nur zur Info, nicht zum Nachbacken, es hat unendlich viel Kaloriene ;-)). Die gibts bei uns im Urlaub in Frankreich täglich, bei Bedarf mehrfach täglich. Und dann haben die Franzosen köstlichste Kekse mit Schokolade und dann gesalzene Chips, wie sie es bei uns vergleichbar nicht gibt und der leckere Käse und das gute Baguette. Abends, nach der doppelten Portion Chips, war es mir immer nicht mehr ganz wohl....

Ja, es gab viel zu schlemmen und normalerweise stelle ich mich nicht direkt nach dem Urlaub auf die Waage, aber dieses Mal hab ich es mir gegeben und bin gleich am nächsten Morgen nach der Rückkehr drauf gestanden:

Genau 1,5 Kilo mehr, als vor dem Urlaub.

Ich kann es wirklich nicht fassen, wie schnell so was geht. Aber ich weiß aus langjähriger Erfahrung, dass die schnell angefressenen Kilos auch schnell wieder runter sind, wenn man gleich darauf achtet, was man isst, wenn man dem Fett also gar nicht die Chance gibt, es sich auf den Hüften (und bei mir v.a. auf dem Bauch) gemütlich zu machen.

Ab heute esse ich also wieder achtsamer: Nur ein Laugenweckle zum Frühstück, Kaffee ohne Milch (in Frankreich gabs natürlich nur Milchkaffee...), keine Zwischenmahlzeiten (in Frankreich gabs da schon immer wieder ein kleines fettes Pain au chocolat), zum Mittagessen eine normale Portion Nudeln mit Tomatensoße und v.a. viel Salat und keinen Nachtisch (in Frankreich gabs da mindestens eine Creme caramel) und abends ein Laugenweckle, Tomaten mit Rukola und Karotten, Käse (ok, da hatte ich wieder französische Verhältnisse....) und einen kleinen fetten Nachtisch, ein petit suisse (den gabs in Frankreich auch so oft ich wollte) immerhin mit frischen Erdbeeren. Ich merke gerade, dass es mir wesentlich wohler ist, als nach den Fressorgien in Frankreich.

Und jetzt werde ich noch eine Runde klopfen, damit ich mich nicht über die NicNacs her mache, die mein stets schlanker und ranker Sohn sich heute beim Einkaufen gegönnt hat.

Nächste Woche werde ich berichten, ob ich die 1,5 Kilo wieder weg habe..... (ich bereue nichts!!!)




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