Freitag, 24. April 2015

Abnehmen und schlank bleiben in den Wechseljahren

Wie ihr aus meiner Kurzvorstellung sehen könnt, bin ich derzeit 50 Jahre alt und mitten in den Wechseljahren. Aufgrund meiner individuellen Geschichte und meiner angenommenen familiären Vorbelastung hatte ich immer Angst, zuzunehmen. Da ich mich mit der Thematik Abnehmen mein ganzes Erwachsenenleben beschäftigt habe, war mir auch immer klar, dass das Abnehmen / Gewicht halten im Laufe eines Frauenlebens immer schwieriger wird (Muskelabbau, dadurch Verlangsamung des Stoffwechsels, weniger Bewegung, mehr Stress, zu wenig Zeit für gesunde Ernährung usw.). Ich habe mir immer gesagt: "Bis 40 musst du dein für dich ideales Gewicht haben, danach wirst du es nicht mehr schaffen."
Aus diversen Gründen habe ich bis 40 leider nicht mein ideales Gewicht gehabt, sondern 15 Kilo zu viel (aufgrund einer medikamentösen Behandlung nach der Schwangerschaft). Am Anfang war der Druck zum Abnehmen natürlich riesig, sodass die ersten 7 Kilo schnell geschafft waren und die konnte ich auch leicht halten. Die nächsten 8 Kilo waren dann mühsam (leider kannte ich damals EFT noch nicht). Aber egal, jetzt kenne ich EFT und das ist gut so! Immer wieder nahm ich zu, dann wurde der Leidensdruck größer, also nahm ich wieder ab. Aber die letzten 5 Kilo blieben immer ein Problem. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich ständig gegen meinen Körper kämpfe und dass mir das nicht gut tut. Ich hatte sozusagen die Schnauze voll davon und wollte wieder unbeschwert leben und nicht ständig Angst vor der Waage haben. Das war vor ca. zwei Jahren. Ab diesem Zeitpunkt wurde mein Alltag wieder leichter. Ich habe mit dem Kurzzeitfasten angefangen und habe mit EFT meine Ängste und Sorgen beklopft. Und ich habe trotz der Wechseljahre noch ein wenig abgenommen und kann nun ohne ständigen Kampf mein Gewicht halten.

In den Wechseljahren muss man ganz besonders für sich sorgen:

Wer grundlos zunimmt, unerträgliche Schlafstörungen oder Hitzewallungen hat, der sollte ungedingt mit seiner Gynäkologin reden. Und lasst euch ohne Hormonstatus nicht vollstopfen mit künstlichen Östrogenen oder Gestagenen. Es gibt nicht nur den in Deutschland allseits propagierten Östrogenmangel, sondern auch eine Östrogendominanz. Dabei sind die Gegenspieler Östrogen und Progesteron im Ungleichgewicht und sehr viele Frauen leiden darunter. Man kann sogar bei einem Östrogenmangel eine relative Östrogendominanz haben. Die Östrogendominanz wurde von einem Medizinier aus USA erstmals festgestellt und eben in USA und in Großbritannien ist die Überprüfung auf eine Östrogendominanz Standard, allerdings leider nicht in Deutschland....

Und dann kann es auch noch sein, dass man zunimmt, weil man zu oft gestresst ist und deshalb der Körper zu viel Cortisol produziert. Das gibt dann den berühmten Rettungsring, d.h. der Bauch wird dicker und die Figur ähnelt immer mehr einem runden Fass.

Ganz wichtig ist auch noch, dass die Schilddrüse richtig funktioniert und nicht zu viel oder zu wenig Hormone produziert.

Nachdem ich aufgrund extremer nächtlicher Hitzewallungen 8 - 10 x pro Nacht aufgewacht bin, habe ich mich dazu entschlossen, mich über das Internet zu informieren und dann mit meiner Gynäkologin über die Östrogendominanz (= Progesteronmangel) gesprochen. Sie hat die Existenz einer Östrogendominanz komplett abgelehnt und sich schlichtweg geweigert, meinen Progesteronstatus und meinen Cortisolstatus zu überprüfen (obwohl ich das sowieso selbst zahlen muss....). Ausschließlich das Östrogen und das FSH hat sie getestet. Diese Werte sind aber ok, sodass für mich ganz klar ist, dass voraussichtlich ein Progesteronmangel vorliegt.

Mir war bewusst, dass ich mir einen neuen Frauenarzt suchen muss, der mich nach meinen Vorstellungen behandelt, nur leider gibts bei den guten Ärzten keinen Termin und eine schlechte Ärztin hatte ich schon. Ich bin nun bei einem Arzt untergekommen, der mich privat nach der Rimkus-Methode behandelt. Die bezahlt die Kasse nicht, weil sie nicht "evidenzbasiert", d.h. nicht durch Studien belegt ist. Studien werden aber überwiegend von der Pharmaindustrie gemacht und die sind an solchen Studien nicht interessiert, weil man auf naturidentisches Progesteron kein Patent bekommen kann und sie können somit kein Geld damit verdienen. So ist das auf dem deutschen Arzneimittelmarkt.

Wer sich für das Thema interessiert, dem empfehle ich unbedingt folgende Homepages:

Abnehmen in den Wechseljahren

Der dicke Bauch

Ich habe mir zu dem ersten Thema auch das Buch gekauft, aber da steht genau das drin, was auch auf der Homepage steht. Das Geld könnt ihr euch also sparen ;-)

Was ich zum Abschluss sagen möchte: Es ist uns Frauen in den Wechseljahren nicht schicksalhaft vorbestimmt, dick und unattraktiv zu werden, nur weil die Hormone verrückt spielen.

Unabhängig davon gelten in den Wechseljahren natürlich alle anderen Empfehlungen auch, die fürs Abnehmen wichtig sind:

  • viel Gemüse
  • Obst statt Süßigkeiten
  • lieber Vollkorn, als Weißmehl
  • moderate Bewegung
  • Sport, der Spaß macht
  • Ruhe und ausreichende Entspannung
  • genug Schlaf

Mach den ersten Schritt und bleibe dran.

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