Auf der Suche nach einem für mich idealen
Abnehm-Konzept bin ich auf das Kurzzeitfasten gestoßen. Da ich noch nie eine
große Frühstückerin war und eigentlich nur gefrühstückt habe, weil man immer
hört, dass das Frühstück „die wichtigste Mahlzeit des Tages“ ist, kommt mir das
Kurzzeitfasten sehr entgegen. Seit ca. einem Jahr lebe ich folgendermaßen
danach:
Unter der Woche frühstücke ich nichts.
Meine erste Mahlzeit ist das Mittagessen um 12 Uhr oder später. Ich esse dabei
was ich will und auch grundsätzlich wie viel ich will, allerdings im Regelfall
nicht mehr als einen großen Teller voll. Um ca. 18.30 Uhr gibt’s Abendessen.
Danach esse ich bis zum nächsten Tag um 12 Uhr nichts. Das ergibt ca. 17 Stunden
Kurzzeitfasten.
Am Wochenende, d.h. am Samstag und am
Sonntag frühstücke ich ganz normal, da ich an diesen Tagen Zeit habe und mit
meiner Familie frühstücken möchte.
Am Anfang in der Umgewöhnungsphase hatte
ich in den Fastenphasen Hunger, aber seitdem habe ich tatsächlich keinen Hunger
und genieße das leichte Gefühl während der 17 Stunden.
Wenn ich zu einem Fest eingeladen bin,
dann halte ich die Fastenphasen nicht ein. Das ist mir dann egal. Und wenn ich
abnehme, dann esse ich zum Abendessen weniger Brot und mehr Salat. Es ist
wirklich ganz einfach.
Nachfolgend eine Beschreibung des
Kurzzeitfastens von Daniel Roth, dem Autor des Buches „Kurzzeitfasten“:
1. Das
Ernährungsprinzip des Kurzzeitfastens, in der Medizin auch intermittierendes
Fasten genannt, ist in Deutschland noch relativ unbekannt. Gleichzeitig äußern
die meisten Menschen, wenn Sie zum ersten Mal von diesem Konzept hören, große
Vorbehalte. Schließlich gibt es im Bereich des Abnehmens gleich eine ganze
Reihe von Mythen, die deutlich gegen die Sinnhaftigkeit dieses Ansatzes
sprechen. Dass die Realität deutlich anders aussieht, zeigen nicht nur
unzählige persönliche Erfahrungen, sondern auch diverse wissenschaftliche
Studien, die sich im Laufe der letzten 80 Jahre mit dem Kurzzeitfasten und dessen
Wirkungen beschäftigt haben.
Als ich selbst zum ersten Mal von dieser Methode gehört habe und nach zusätzlichen Informationen suchte, musste ich schnell feststellen, dass die Auswahl brauchbarer deutscher Quellen recht bescheiden ausfiel. Ein Umstand, der auch maßgeblich zu meiner Entscheidung beigetragen hat, einfach selbst ein Buch zum Thema Kurzzeitfasten zu schreiben. Da ich annehme, dass auch hier im Forum nur wenige bereits mit diesem Ernährungskonzept vertraut sind, möchte ich an dieser Stelle eine kleine Einführung geben, was das 'intermittierende Fasten' überhaupt ist, wie es umgesetzt werden kann und was es bewirkt.
Was ist der Kernaspekt des Kurzzeitfastens?
Anders als bei der großen Mehrzahl der Abnehm-Methoden, liegt der Fokus beim Kurzzeitfasten nicht so sehr darauf, was oder wie viel man isst, sondern auf dem Wann. Und selbst dabei sind die Regeln deutlich einfacher als "essen Sie morgens nur dies, mittags jenes und abends auf gar keinen Fall dieses". Statt dessen könnte man die Aussage ganz simpel mit "Essen Sie einfach regelmäßig mal nichts" auf den Punkt bringen.
Wie funktioniert das?
Wenn wir in unserer Entwicklungsgeschichte nur mal ein paar Jahrzehnte zurück schauen, stellen wir fest, dass ein Mangel an Nahrung und häufige Hungerphasen ein fester Bestandteil im Leben unserer Vorfahren waren. Die meisten unserer Großeltern - teilweise sogar unserer Eltern - werden von entsprechenden Erfahrungen zu berichten wissen. Und diese Situation des regelmäßigen Mangels war keineswegs die Ausnahme, sondern über hunderttausende Jahre menschlicher Entwicklungsgeschichte hinweg, die absolute Regel. Kein Wunder also, dass die allermeisten von uns heute besonders gute Futterverwerter sind. Allerdings haben wir in unserer modernen Gesellschaft das 'Luxusproblem', dass wir uns in einer historisch absolut einmaligen Situation permanenter und unbegrenzter Verfügbarkeit von Nahrung wiederfinden. Der rapide Anstieg von Übergewicht und Zivilisationskrankheiten zeigt recht eindrucksvoll, dass unser Körper nicht besonders gut darin ist, mit diesem Überfluss umzugehen. Schließlich ist er aus evolutionärer Sicht eigentlich darauf optimiert, mit der gegenteiligen Situation zurecht zu kommen.
Genau dieser Umstand, dass unser Körper nicht nur erstaunlich gut darin ist, auch mal eine Zeitlang ohne Nahrung zu funktionieren, sondern dies offenbar sogar für verschiedene Schutz- und Regenerationsprozesse ausnutzen kann, ist die entscheidende Grundlage für die Wirksamkeit des Kurzzeitfastens.
Auch wenn viele Fragen zur genauen Wirkungsweise und den im Körper ablaufenden Prozessen noch näher erforscht werden müssen, weiß man inzwischen zumindest recht gut über die auftretenden Resultate Bescheid. Dabei ist der Gewichtsverlust, der oft sogar bei unveränderter Nahrungsmenge auftritt, eigentlich nur eine schöne 'Randerscheinung'. Mindestens ebenso beachtlich sind nämlich die gesundheitlichen Auswirkungen, die von der Prävention schwerer Krankheiten bis zur deutlichen Verbesserung von deren Symptomen reichen können.
Für wen ist das Kurzzeitfasten geeignet?
Wenn ich anderen Menschen von meiner Ernährungsweise und deren Vorzügen berichte, folgt sehr häufig die Frage: "Und das funktioniert bei jedem?"
Hier muss man ehrlicherweise sagen, dass es beim Kurzzeitfasten so ist, wie bei jeder anderen Ernährungsmethode oder auch bei jedem Medikament. Nichts wirkt bei jedem gleich gut. Dafür sind wir - bei allen Ähnlichkeiten - eben doch zu verschieden. Somit gibt es auch Menschen, die leider nicht auf dieses Konzept ansprechen. In ganz seltenen Ausnahmefällen wird sogar von einer Gewichtszunahme berichtet. Die gute Nachricht lautet aber, dass die deutlich überwiegende Mehrheit der Menschen ausgesprochen gut auf die kurzen Fastenzyklen reagiert. Das zeigt sich einerseits an einem konstanten und nachhaltigen Gewichtsverlust, aber eben für ganz viele auch beim nächsten Arztbesuch. Gerade hinsichtlich der Verbesserung gesundheitlicher Parameter scheint die Erfolgsquote nämlich besonders hoch und selbst Menschen, die beim Gewicht keine Erfolge verzeichnen konnten, berichteten mir mit großer Begeisterung von ihren letzten Blutergebnissen.
Wirksamkeit ist natürlich ein besonders wichtiger Aspekt, wenn es darum geht, sich für ein Ernährungskonzept zu entscheiden. Es ist aber nicht der Einzige. Schließlich muss die Methode auch zum eigenen Lebensstil passen. Andernfalls droht spätestens nach den ersten, hochmotivierten Wochen der Rückfall in alte Verhaltensmuster. Ich weiß da nur zu gut wovon ich spreche. ;-)
Ein großer Vorteil des Kurzzeitfastens besteht darin, dass man weiterhin alles essen darf, was man möchte. Es ist also völlig egal, was die Kantine heute serviert, mit wem man in welchem Restaurant verabredet ist oder was sich die Kinder zum Abendessen wünschen. Alles ist erlaubt.
Natürlich gibt es aber auch Einschränkungen. Wäre auch zu schön gewesen, oder? ;-) Wie bereits erwähnt, kommt es beim Kurzzeitfasten nicht so sehr darauf an was man isst, sondern wann. Besser gesagt: wann nicht. Denn der entscheidende Faktor dieses Konzepts ist es, regelmäßig komplett auf Kalorien zu verzichten. Bei der Frage, ob diese Ernährungsform für einen geeignet ist, muss man also vor allem für sich bewerten, ob man sich zutraut - idealerweise täglich - für mindestens 16 Stunden komplett auf Nahrung zu verzichten und dies in den eigenen Tagesablauf integrieren kann. Dabei sind ist man allerdings nicht an einen festen Rhythmus gebunden. Aber dazu kommen wir gleich.
Einige Menschen finden die Vorstellung für 16 oder gar 24 Stunden nichts zu essen furchtbar und erklären mir direkt, sie würden das niemals schaffen. Bisher habe ich es aber erst ein einziges Mal erlebt, dass diese Aussage auch nach ein paar Tagen Selbstversuch noch aufrecht erhalten wurde.
Übrigens: während ich diese Zeilen schreibe, habe ich seit inzwischen 25 Stunden nichts gegessen und noch 3 bis 4 Stunden vor mir. Mir geht es blendend und abgesehen von etwas Vorfreude auf ein sehr üppiges Abendessen, habe ich keinerlei Nebenwirkungen. Aber keine Sorge, das ist nicht die Variante, mit der man normalerweise einsteigen sollte, denn wie bei fast allem im Leben, macht auch beim Kurzzeitfasten die Übung den Meister. ;-)
Noch ein Hinweis am Rande: Bei allen grundlegenden Veränderungen in der Ernährung gilt natürlich, dass gerade Menschen mit Vorerkrankungen diesen Schritt unbedingt mit ihrem Arzt abstimmen sollten. Das ist auch beim Kurzzeitfasten nicht anders.
Wie wird's gemacht?
Wie man die wechselnden Fasten- und Essenszyklen legt, ist eigentlich ziemlich egal. Natürlich bietet es sich an, die Nacht als Teil der Fastenphase auszunutzen. Denn während man schläft, isst man ja ohnehin nicht.
In Studien wurden in der Regel Fastenzeiten von 16 Stunden (täglich) bis 24 Stunden (abwechselnd einen Tag essen und fasten) untersucht. Beides bringt nachweislich gute Ergebnisse, wobei längere Zyklen naturgemäß im Durchschnitt etwas effektiver sind. Natürlich kann man auch jede andere Stundenzahl zwischen 16 und 24 Stunden (und auch darüber hinaus) fasten. Dabei steht es auch jedem frei, selbst zu entscheiden, ob man lieber täglich für beispielsweise 16 bis 18 Stunden oder mehrmals die Woche für 24 bis 36 Stunden fasten möchte. Nur über 36 Stunden würde ich persönlich nicht regelmäßig gehen, da der Körper nach etwa 2 bis 3 Tagen ohne Nahrung den Stoffwechsel herunterfährt. Das ist etwas, was man natürlich vermeiden sollte. Und auch wenn das immer wieder behauptet wird: nein, man muss nicht mindestens X Mahlzeiten am Tag essen, damit der Stoffwechsel aktiv bleibt. ;-) Dieser Mythos wurde inzwischen vielfach untersucht und als eben solcher identifiziert.
Was aber gerade bei regelmäßigen langen Fastenzyklen wichtig ist, ist eine ausreichende Kalorienzufuhr. Ein großer Vorteil beim Kurzzeitfasten ist nämlich, dass der tatsächliche Abnehm-Effekt über den des reinen Energiedefizit hinaus geht. Man kann also wunderbar die Nachteile einer starken Kalorienrestriktion, wie Muskelabbau und sinkenden Stoffwechsel, vermeiden und trotzdem beeindruckende Ergebnisse erzielen.
Grundsätzlich empfehle ich immer, lieber etwas langsamer einzusteigen. So kann sich der Körper schrittweise daran gewöhnen, mehr und mehr mit eigenen Reserven zu arbeiten. Dabei kann man durchaus auch zunächst mit 14 Stunden-Zyklen einsteigen und diese dann nach ein paar Wochen stetig ausweiten.
Als ich selbst zum ersten Mal von dieser Methode gehört habe und nach zusätzlichen Informationen suchte, musste ich schnell feststellen, dass die Auswahl brauchbarer deutscher Quellen recht bescheiden ausfiel. Ein Umstand, der auch maßgeblich zu meiner Entscheidung beigetragen hat, einfach selbst ein Buch zum Thema Kurzzeitfasten zu schreiben. Da ich annehme, dass auch hier im Forum nur wenige bereits mit diesem Ernährungskonzept vertraut sind, möchte ich an dieser Stelle eine kleine Einführung geben, was das 'intermittierende Fasten' überhaupt ist, wie es umgesetzt werden kann und was es bewirkt.
Was ist der Kernaspekt des Kurzzeitfastens?
Anders als bei der großen Mehrzahl der Abnehm-Methoden, liegt der Fokus beim Kurzzeitfasten nicht so sehr darauf, was oder wie viel man isst, sondern auf dem Wann. Und selbst dabei sind die Regeln deutlich einfacher als "essen Sie morgens nur dies, mittags jenes und abends auf gar keinen Fall dieses". Statt dessen könnte man die Aussage ganz simpel mit "Essen Sie einfach regelmäßig mal nichts" auf den Punkt bringen.
Wie funktioniert das?
Wenn wir in unserer Entwicklungsgeschichte nur mal ein paar Jahrzehnte zurück schauen, stellen wir fest, dass ein Mangel an Nahrung und häufige Hungerphasen ein fester Bestandteil im Leben unserer Vorfahren waren. Die meisten unserer Großeltern - teilweise sogar unserer Eltern - werden von entsprechenden Erfahrungen zu berichten wissen. Und diese Situation des regelmäßigen Mangels war keineswegs die Ausnahme, sondern über hunderttausende Jahre menschlicher Entwicklungsgeschichte hinweg, die absolute Regel. Kein Wunder also, dass die allermeisten von uns heute besonders gute Futterverwerter sind. Allerdings haben wir in unserer modernen Gesellschaft das 'Luxusproblem', dass wir uns in einer historisch absolut einmaligen Situation permanenter und unbegrenzter Verfügbarkeit von Nahrung wiederfinden. Der rapide Anstieg von Übergewicht und Zivilisationskrankheiten zeigt recht eindrucksvoll, dass unser Körper nicht besonders gut darin ist, mit diesem Überfluss umzugehen. Schließlich ist er aus evolutionärer Sicht eigentlich darauf optimiert, mit der gegenteiligen Situation zurecht zu kommen.
Genau dieser Umstand, dass unser Körper nicht nur erstaunlich gut darin ist, auch mal eine Zeitlang ohne Nahrung zu funktionieren, sondern dies offenbar sogar für verschiedene Schutz- und Regenerationsprozesse ausnutzen kann, ist die entscheidende Grundlage für die Wirksamkeit des Kurzzeitfastens.
Auch wenn viele Fragen zur genauen Wirkungsweise und den im Körper ablaufenden Prozessen noch näher erforscht werden müssen, weiß man inzwischen zumindest recht gut über die auftretenden Resultate Bescheid. Dabei ist der Gewichtsverlust, der oft sogar bei unveränderter Nahrungsmenge auftritt, eigentlich nur eine schöne 'Randerscheinung'. Mindestens ebenso beachtlich sind nämlich die gesundheitlichen Auswirkungen, die von der Prävention schwerer Krankheiten bis zur deutlichen Verbesserung von deren Symptomen reichen können.
Für wen ist das Kurzzeitfasten geeignet?
Wenn ich anderen Menschen von meiner Ernährungsweise und deren Vorzügen berichte, folgt sehr häufig die Frage: "Und das funktioniert bei jedem?"
Hier muss man ehrlicherweise sagen, dass es beim Kurzzeitfasten so ist, wie bei jeder anderen Ernährungsmethode oder auch bei jedem Medikament. Nichts wirkt bei jedem gleich gut. Dafür sind wir - bei allen Ähnlichkeiten - eben doch zu verschieden. Somit gibt es auch Menschen, die leider nicht auf dieses Konzept ansprechen. In ganz seltenen Ausnahmefällen wird sogar von einer Gewichtszunahme berichtet. Die gute Nachricht lautet aber, dass die deutlich überwiegende Mehrheit der Menschen ausgesprochen gut auf die kurzen Fastenzyklen reagiert. Das zeigt sich einerseits an einem konstanten und nachhaltigen Gewichtsverlust, aber eben für ganz viele auch beim nächsten Arztbesuch. Gerade hinsichtlich der Verbesserung gesundheitlicher Parameter scheint die Erfolgsquote nämlich besonders hoch und selbst Menschen, die beim Gewicht keine Erfolge verzeichnen konnten, berichteten mir mit großer Begeisterung von ihren letzten Blutergebnissen.
Wirksamkeit ist natürlich ein besonders wichtiger Aspekt, wenn es darum geht, sich für ein Ernährungskonzept zu entscheiden. Es ist aber nicht der Einzige. Schließlich muss die Methode auch zum eigenen Lebensstil passen. Andernfalls droht spätestens nach den ersten, hochmotivierten Wochen der Rückfall in alte Verhaltensmuster. Ich weiß da nur zu gut wovon ich spreche. ;-)
Ein großer Vorteil des Kurzzeitfastens besteht darin, dass man weiterhin alles essen darf, was man möchte. Es ist also völlig egal, was die Kantine heute serviert, mit wem man in welchem Restaurant verabredet ist oder was sich die Kinder zum Abendessen wünschen. Alles ist erlaubt.
Natürlich gibt es aber auch Einschränkungen. Wäre auch zu schön gewesen, oder? ;-) Wie bereits erwähnt, kommt es beim Kurzzeitfasten nicht so sehr darauf an was man isst, sondern wann. Besser gesagt: wann nicht. Denn der entscheidende Faktor dieses Konzepts ist es, regelmäßig komplett auf Kalorien zu verzichten. Bei der Frage, ob diese Ernährungsform für einen geeignet ist, muss man also vor allem für sich bewerten, ob man sich zutraut - idealerweise täglich - für mindestens 16 Stunden komplett auf Nahrung zu verzichten und dies in den eigenen Tagesablauf integrieren kann. Dabei sind ist man allerdings nicht an einen festen Rhythmus gebunden. Aber dazu kommen wir gleich.
Einige Menschen finden die Vorstellung für 16 oder gar 24 Stunden nichts zu essen furchtbar und erklären mir direkt, sie würden das niemals schaffen. Bisher habe ich es aber erst ein einziges Mal erlebt, dass diese Aussage auch nach ein paar Tagen Selbstversuch noch aufrecht erhalten wurde.
Übrigens: während ich diese Zeilen schreibe, habe ich seit inzwischen 25 Stunden nichts gegessen und noch 3 bis 4 Stunden vor mir. Mir geht es blendend und abgesehen von etwas Vorfreude auf ein sehr üppiges Abendessen, habe ich keinerlei Nebenwirkungen. Aber keine Sorge, das ist nicht die Variante, mit der man normalerweise einsteigen sollte, denn wie bei fast allem im Leben, macht auch beim Kurzzeitfasten die Übung den Meister. ;-)
Noch ein Hinweis am Rande: Bei allen grundlegenden Veränderungen in der Ernährung gilt natürlich, dass gerade Menschen mit Vorerkrankungen diesen Schritt unbedingt mit ihrem Arzt abstimmen sollten. Das ist auch beim Kurzzeitfasten nicht anders.
Wie wird's gemacht?
Wie man die wechselnden Fasten- und Essenszyklen legt, ist eigentlich ziemlich egal. Natürlich bietet es sich an, die Nacht als Teil der Fastenphase auszunutzen. Denn während man schläft, isst man ja ohnehin nicht.
In Studien wurden in der Regel Fastenzeiten von 16 Stunden (täglich) bis 24 Stunden (abwechselnd einen Tag essen und fasten) untersucht. Beides bringt nachweislich gute Ergebnisse, wobei längere Zyklen naturgemäß im Durchschnitt etwas effektiver sind. Natürlich kann man auch jede andere Stundenzahl zwischen 16 und 24 Stunden (und auch darüber hinaus) fasten. Dabei steht es auch jedem frei, selbst zu entscheiden, ob man lieber täglich für beispielsweise 16 bis 18 Stunden oder mehrmals die Woche für 24 bis 36 Stunden fasten möchte. Nur über 36 Stunden würde ich persönlich nicht regelmäßig gehen, da der Körper nach etwa 2 bis 3 Tagen ohne Nahrung den Stoffwechsel herunterfährt. Das ist etwas, was man natürlich vermeiden sollte. Und auch wenn das immer wieder behauptet wird: nein, man muss nicht mindestens X Mahlzeiten am Tag essen, damit der Stoffwechsel aktiv bleibt. ;-) Dieser Mythos wurde inzwischen vielfach untersucht und als eben solcher identifiziert.
Was aber gerade bei regelmäßigen langen Fastenzyklen wichtig ist, ist eine ausreichende Kalorienzufuhr. Ein großer Vorteil beim Kurzzeitfasten ist nämlich, dass der tatsächliche Abnehm-Effekt über den des reinen Energiedefizit hinaus geht. Man kann also wunderbar die Nachteile einer starken Kalorienrestriktion, wie Muskelabbau und sinkenden Stoffwechsel, vermeiden und trotzdem beeindruckende Ergebnisse erzielen.
Grundsätzlich empfehle ich immer, lieber etwas langsamer einzusteigen. So kann sich der Körper schrittweise daran gewöhnen, mehr und mehr mit eigenen Reserven zu arbeiten. Dabei kann man durchaus auch zunächst mit 14 Stunden-Zyklen einsteigen und diese dann nach ein paar Wochen stetig ausweiten.
Wer mehr wissen möchte zu dem Thema, dem empfehle ich das
Buch "Gesund und schlank durch Kurzzeitfasten" von Daniel Roth.
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