Seit ein paar Jahren nehme ich die Fastenzeit zum Anlass, keine Süßigkeiten zu essen. Als Ersatz habe ich mir bis vorletztes Jahr jede Menge Nüsse und v.a. Trockenfrüchte gegönnt. Von Abnehmen konnte dabei natürlich keine Rede sein, eher das Gegenteil war der Fall. Aber es war auch nicht meine erklärte Absicht, abzunehmen. Vorletztes Jahr habe ich dann die Bedingungen erschwert, denn Trockenfrüchte statt Süßigkeiten war kein wirklicher Verzicht und entspricht irgendwie nicht der Intention des Fastens. Ich habe also Süßigkeiten und Alkohol gefastet. Das war schon nicht mehr gaaanz so einfach. Da mein Mann aber schon seit Jahren keinen Alkohol trinkt, gab es nur eine kurze Phase der Umgewöhnung und danach war es kein Problem mit dem "Verzicht". Da ich nun statt Süßigkeiten Trockenfrüchte gegessen und statt Wein irgendwelche leckeren Säfte getrunken habe, hat sich mein Gewicht ebenfalls nicht nach unten verändert. Aber auch hier war dies kein erklärtes Ziel von mir.
Letztes Jahr bin ich nochmal einen Schritt weiter gegangen:
Keinen Zucker, keinen Alkohol uuuund: vegan ohne Sojaersatzprodukte (von den Produkten abgesehen, die ich auch schon vorher gegessen habe - wir sind seit vielen Jahren Vegetarier), keine Trockenfrüchte und keine Unmengen an Nüssen als Ersatz. Nach 3 Tagen Fastenzeit wollte ich schon aufgeben, denn das vegane Leben habe ich mir einfacher vorgestellt, als es ist. Aber dann hatte ich eine schreckliche und gleichzeitig wundersame Begegnung mit einem jungen Hirsch (davon berichte ich später) und danach fiel mir das vegane Essen nicht mehr schwer. Wenn ich doch eine schwierige Phase hatte, dann habe ich mir mit EFT geholfen.
Ganz nebenbei habe ich dann abgenommen. Ich weiß leider nicht, wie viele Kilos ich abgenommen habe, denn ich habe mich bewusst nicht auf die Waage gestellt, aber die Veränderung war deutlich sichtbar und ich habe mich dabei sehr sehr wohl gefühlt. Ich habe in dieser Zeit unglaubliche Mengen an Gemüse verbraucht, denn ich wollte auf gar keinen Fall hungern. Ich habe viele neue Gerichte kennengelernt, die ich nach der Fastenzeit in meinen Speiseplan integriert habe.
Kurz gesagt: Es war eine Bereicherung und wenn Mann und Sohn mitgemacht hätten, dann hätte ich weiter vegan gelebt (zumindest hätte ich es versucht ;-)).
Nun ist wieder Fastenzeit und ich werde die nächsten 7 Wochen wieder vegan, ohne Alkohol und ohne Zucker leben. Zudem habe ich mir noch das "Läster-Fasten" vorgenommen. Also 7 Wochen nicht mehr lästern. Das ist eine große Herausforderung für mich, denn oft sehe ich das Lästern als Psycho-Hygiene und ich bilde mir ein, dass es mir danach besser geht. Dass dem nicht wirklich so ist, merke ich immer dann, wenn ich es getan habe und dann die Person treffe, über die ich gelästert habe.
Mein Fazit: Lästern tut nicht gut. Nicht mir, nicht der Person mit der ich lästere und nicht der Beziehung zu der Person, über die ich lästere.
Ehrlich gesagt, habe ich ein bisschen "Angst" vor der Fastenzeit, denn mit diesen selbsterwählten Bedingungen ist nun tatsächlich Verzicht verbunden und ich muss über meine Komfortzone hinausgehen. Heute Abend werde ich also ausgiebig meine Angst mit EFT bearbeiten ("auch wenn ich Angst habe, dass ich es nicht schaffe, vegan zu leben und dabei abzunehmen....")
Ich werde regelmäßig in diesem Blog von meiner Fastenzeit incl. Gewichtsveränderung berichten und EFT-Fallbeschreibungen veröffentlichen.
Ich möchte Dich, die Du dies liest ganz besonders motivieren, die Fastenzeit zum Anlass zu nehmen, abzunehmen. Es muss nicht gleich vegan sein, aber es ist an der Zeit.
Wenn nicht jetzt, wann dann?
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